Die Wichtigkeit der Null

I, II, III, IV, V, … Jeder kennt die römischen Zahlen. Was auf den ersten Blick gar nicht auffällt, ist das Fehlen eines Zeichens für die 0.

Die Null als Zahl war für eine lange Zeit in der Menschheitsgeschichte gar nicht bekannt. Dabei ist sie etwas besonderes. Beispielsweise ist die Null die einzige reelle Zahl (von denen es ja sehr viele gibt…), die weder positiv noch negativ ist.

Anderes Thema (auf die Null komm ich gleich zurück…).

Ein Grund, warum ich zu Hause einen Festnetzanschluss der Telekom nutze, ist die Call-by-Call-Möglichkeit bei Auslandsgesprächen (was ich nicht oft aber schon gelegentlich nutze).

Meine Call-by-Call-Ersparnisse der letzten Monate habe ich jetzt auf einen Schlag versemmelt.

Ein rund 90-minütiges Telefonat in die Schweiz, dass mich bei richtiger Verwendung der Vorwahl 010088 größenordnungsmäßig rund 2 Euro gekostet hätte, ging jetzt mit der 01088 für über 45 (!) Euro über die Leitung.

ventelo-Rechnung

ventelo-Rechnung

Wie das?

Außerdem könnte hier ein Irrtum vorliegen, denn die Kennzahl 01088 ist eigentlich vollkommen uninteressant. Die Tarife sind alle viel zu teuer und dort werden (wahrscheinlich eben darum) auch nicht vorher die Tarife angesagt. Normalerweise wählt niemand bewusst und willentlich so einen Anbieter. Die Kennzahl 010088 ist hingegen vielfach sehr günstig und dort ist auch eine Tarifansage geschaltet. Wenn man aber versehentlich eine Null von der 010088 zu wählen vergisst, wird die Rechnung gleich leicht zwanzigfach teurer.

Bei der 01088 wird offenkundig fest mit solchen Irrtümern gerechnet. Das gehört zweifellos zum Geschäftsmodell, denn beide Kennzahlen, die 010088 und 01088, werden von der Ventelo GmbH betrieben.

Quelle: Forum Billiger-Telefonieren.de – Ventelo Abzocke 01088

Ich lerne (hoffentlich…) aus meinem Fehler. Und ihr begeht ihn am besten gar nicht.

Wer mehr zum Thema wissen will, der Begriff “Abzocke Ventelo” in der Suchmaschine eurer Wahl bietet reichlich Lesestoff.

P.S.: Was hat dieser Beitrag im Reiseblog zu suchen? – Nichts. :-)

Rheinfall bei Schaffhausen

Rheinfall bei Schaffhausen

Außer vielleicht, dass die Schweiz ein beliebtes Reiseland ist.

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Another (brick in the) Wall

Ich liebe Landkarten. Auch heute noch in Zeiten von Google Maps und seinen Online-Verwandten. Ich sammle Landkarten (und Stadtpläne). Und ich kann mich stundenlang mit einer einzigen beschäftigen (ok, es muss wohl eher könnte heißen…).

Es ist eine sehr alte Liebe. Meine erste Landkarte – oder war es ein Landkartenheftchen? – war eine Deutschlandkarte. Mitte der 1970er Jahre. Was ich in dieser Karte aber gar nicht verstand, war die Tatsache, dass Berlin irgendwie nicht zu Deutschland gehörte (zumindest nicht zu dem, was ich damals für Deutschland hielt). Nicht nur war die Stadt von einer Grenzlinie umgeben, es gab auch noch zwei Teile davon. In meiner kindlichen Welt habe ich das nicht nur nicht verstanden, ich hielt das ganze schlichtweg für einen Druckfehler.

Spätestens 1977 – irgendwann in den Tagen um meinen 10. Geburtstag herum – hatte der Glaube an einen Druckfehler endgültig sein Ende gefunden. Ich stand an jener Grenzlinie in jener mir seltsam erscheinenden Stadt. Diese Grenzlinie war die Berliner Mauer.

Fotografiert habe ich sie – die Mauer – 1977 noch nicht. Meine erste Kamera – eine Pocketkamera Agfamatic 2008 (mit der sensationellen Vielfalt von 2 (in Worten zwei!) Einstellmöglichkeiten, eine Sonne und eine Wolke – eine Anleitung brauchte man dafür nicht) – erhielt ich erst ein Jahr später. Wie sich die Zeiten ändern – die Bedienungsanleitung der Kamera, mit der ich die nachfolgenden Bilder der East Side Gallery gemacht habe, hat 250 (!) Seiten.

Potsdamer Platz (1983)

Potsdamer Platz (1983)

Berliner Mauer (1983)

Berliner Mauer (1983)

Brandenburger Tor (1983)

Brandenburger Tor (1983)

Heute ist die Mauer Geschichte. Eine Geschichte, die fast gänzlich aus dem Berliner Stadtbild verschwunden ist. Der größte noch erhaltene Teil bildet heute die East Side Gallery. Parallel zur Mühlenstraße im Stadtteil Friedrichshain. Die eigentliche Grenze zum West-Berliner Stadtteil Kreuzberg bildete die Spree. Die East Side Gallery entstand im Frühjahr 1990, bemalt wurde das über 1300 Meter lange Mauerstück von 118 Künstlern aus 21 Ländern. Und wurde damit zur längsten Open-Air-Galerie der Welt.

East Side Gallery - Dmitri Wrubel: „Mein Gott hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“

East Side Gallery - Dmitri Wrubel: „Mein Gott hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

Die Berliner Mauer trennt heute keine Menschen mehr. Andere Mauern tun das nach wie vor. Reisst die Mauern ein!

Tear Down The Wall!!!

Tear Down The Wall!!!

Nicht zuletzt die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts hat mehrfach bewiesen, dass nichts für die Ewigkeit bestimmt ist. Und – um die Worte eines Berliners zu verwenden – das ist auch gut so.

Post Scriptum:

15. Juni 2011, Berlin, O2 World. In Sichtweite der East Side Gallery. Roger Waters – The Wall live. In meinem “The Wall”-Artikel empfahl ich den Besuch eines der damals noch wenigen ausstehenden Konzerte. Die Empfehlung gilt weiterhin!
Besonders für *e. :-)

Outside The Wall

Outside The Wall

Denn inzwischen ist die Tourliste wieder richtig voll. Zugegeben, die Liste, so umfangreich sie auch sein mag, hat einen kleinen Haken, alle Termine sind außerhalb von Europa…

Aber… Vielleicht ist es die letzte Gelegenheit “The Wall” live zu sehen.

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Am Rande erwähnt (4)

Schon immer einen Ort gesucht, an dem die Sorgen einfach allmählich verschwinden? Aber diesen Ort noch nicht gefunden? Hier ist er: Der Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz in Sofia.

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz. Im Hintergrund der ehem. Hauptsitz der Bulgarischen Kommunistischen Partei (BKP).

Wo das genau ist? Hier:

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz in Sofia, umgeben von Präsidentensitz, vom ehem. Hauptsitz der Bulgarischen Kommunistischen Partei und vom Nationalen Archäologischen Museum.

Und warum gerade hier? Lest selbst!

The beautiful fountain in front of the Presidency adds to the scenic beauty of this imposing building, which the tourist should see. Should you happen to be there at night, you will see a variety of colours and shapes, coming from this fountain and you will feel how gradually your worries are going away.

(Quelle: Bulgaria-Hotels.Com)

Schöner hätte auch ich es nicht formulieren können. :-)

Und vielleicht hilft ja auch ein virtueller Besuch! Der Atanas-Burov-Platz mit dem Brunnen ist umgeben vom Präsidentensitz, vom ehem. Hauptsitz der Bulgarischen Kommunistischen Partei (heute ein Nebengebäude der Nationalversammlung) und dem Nationalen Archäologischen Museum.

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz. Im Hintergrund der Präsidentenpalast.

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz

Brunnen auf dem Atanas-Burov-Platz. Im Hintergrund das Nationale Archäologische Museum.

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Leo

7. Oktober 2006. Tierheim München.

“(Zu) lange Ohren, (zu) großer Kopf!” Ich ignoriere die Worte. Es ist entschieden. Und die Konkurrenz, die ihn auch schon verstohlen beobachtet, lauert auch schon. Er ist meiner.

Leo – 1 Jahr alt – kommt mit nach Hause. Und da ist er – glücklicherweise – immer noch.

Leo

Leo

Alles Gute zum Geburtstag, Leo!

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Das Heilige Land (oder: DIE Leiter)

Israel. Ein unglaublich vielfältiges Land – sobald man die Einreise geschafft hat. Schon die beiden wichtigsten Orte. Tel Aviv, am Mittelmeer gelegen, durch und durch weltlich orientiert. Jerusalem hingegen, heiliger Ort von Juden, Christen und Moslems, ist geistig-religiös geprägt sowie das kulturelle und politische Zentrum des Landes.

Christliches Viertel der Jerusalemer Altstadt: Grabeskirche (Kirche vom heiligen Grab, Auferstehungskirche), eingerahmt von 2 Minaretten

Christliches Viertel der Jerusalemer Altstadt: Grabeskirche (Kirche vom heiligen Grab, Auferstehungskirche), eingerahmt von 2 Minaretten

Der heiligste Ort der Christenheit ist auch in Jerusalem, es ist die Grabeskirche, nur einen Steinwurf von Klagemauer und Al-Aqsa-Moschee, den heiligen Stätten von Juden bzw. Moslems entfernt.

Grabeskirche (Kirche vom heiligen Grab, Auferstehungskirche): Rechts DIE Leiter

Grabeskirche (Kirche vom heiligen Grab, Auferstehungskirche): Rechts DIE Leiter

Die Grabeskirche befindet sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu.

Grabeskirche: Ädikula mit dem Heiligen Grab unter der Kuppel der Rotunde

Grabeskirche: Ädikula mit dem Heiligen Grab unter der Kuppel der Rotunde

Probleme zwischen Anhängern unterschiedlicher Religionen sind ein ständiges Thema in Nachrichtensendungen, in Zeitungsartikeln und auf News-Seiten im Web – viel wird darüber berichtet. Selbst Kriege und Terror zwischen Anhängern einer Religion sind bis heute an der Tagesordnung. Wie kompliziert das Zusammenleben verschiedener Konfessionen einer Religion in einem einzigen Gebäude sein kann, davon wusste ich bis zu meinem Besuch in Jerusalem aber noch nichts.

Das Erklären dieser komplizierten Verhältnisse (und was es mit der Leiter auf sich hat) überlasse ich der Wikipedia:

Die Grabeskirche ist im Besitz von sechs christlichen Konfessionen: Die Hauptverwaltung der Kirche haben die Griechisch-Orthodoxe, die Römisch-Katholische Kirche, vertreten durch den Franziskaner-Orden, und die Armenische Apostolische Kirche inne. Im 19. Jahrhundert kamen die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche hinzu. Sie bekamen nur einige kleinere Schreine und Aufgaben zugeteilt, die Äthiopier leben in einer kleinen Gruppe nur auf einem Dach der Kirche.

Wegen Streitigkeiten zwischen den Konfessionen verwahrt die moslemische Familie Joudeh seit mehreren Jahrhunderten die Schlüssel der Kirche und die ebenfalls moslemische Familie Nusseibeh schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu.

Grabeskirche: DIE Leiter

Grabeskirche: DIE Leiter

Die komplizierten Besitzverhältnisse erschweren bauliche Maßnahmen, da jede Veränderung eine Verletzung des Status verursachen könnte. So steht zum Beispiel eine längst sinnlos gewordene Holzleiter an der Fassade über dem Hauptportal. Sie diente im 19. Jahrhundert den Mönchen zum Einstieg in die Kirche, wenn die Tore behördlich geschlossen waren. Seit vielen Jahrzehnten laufen Bestrebungen, sie zu entfernen, doch ist es nicht geregelt, wer das Recht dazu hätte.

Auch ist genau geregelt, wer wann wo wie lange beten darf. So muss zum Beispiel das Grab für die tägliche Prozession der Franziskaner von den Orthodoxen frei gemacht werden. Besonders kritisch wird die Situation immer zu Ostern, wenn alle Kirchen das Hochfest der Auferstehung feiern. Da die Katholiken selten am Termin der Ostkirche feiern, kommt es da vor allem zum Konflikt unter den Orthodoxen. So kommt es gelegentlich zu Handgreiflichkeiten zwischen Mönchen wegen der nicht eingehaltenen Gebetsordnung. Auch während der Sperrzeiten in der Nacht bleiben Mönche aller Konfessionen in der Kirche. In der Kirche gelten wegen der unumstößlichen Zeiteinteilung auch keine Sommerzeitregelungen.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grabeskirche)

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Israel – Die Einreise

Ich hatte darüber gelesen. Und es kam dann genau so. Das Einzelgespräch mit einem israelischen Einreisebeamten. Wegen eines “falschen” Stempels im Pass.

Aber der Reihe nach. Irgendwann im Jahr 2010 kam Zypern als ein mögliches Reiseziel auf. Nur Zypern, das schien mir für eine größere Reise zu wenig. Die Frage, was “in der Nähe” von Zypern liegt und ich noch nicht gesehen hatte, war schnell beantwortet. Israel und Ägypten. Und dazu der Frühling als ideale Reisezeit.

Larnaka, Zypern (A) – Tel Aviv, Israel (B) – Kairo, Ägypten (C)

Der Schritt von den Überlegungen zum Buchen der Flüge war – in Zeiten des Internets – nur noch ein kleiner. München – Larnaka, Larnaka – Tel Aviv, Kairo – München. Da es von Israel keinen günstigen Flug nach Ägypten gab, entschloss ich mich für die Überquerung der dortigen Grenze den Landweg zu nutzen.

Was noch fehlte, war das Visum für Ägypten, für Zypern reicht – als Mitglied der EU – ein Personalausweis, für Israel der Reisepass. Da ich Anfang 2011 eh in Berlin sein würde, wollte ich mein Ägypten-Visum dort direkt bei der Botschaft beantragen. Letzteres funktionierte – trotz der gleichzeitig stattfindenden Arabischen Revolution – erstaunlich problemlos (und ich war optimistisch, dass sich die Lage in Ägypten bis zu meiner Reise im April wieder beruhigen würde).

Ein Montagnachmittag im April 2011. Der letzte Tag auf Zypern. Inzwischen alleinreisend mache ich einem letzten Spaziergang durch Larnaka. Dann geht’s zum Flughafen. Vorbei am Salzsee, nochmals Ausschau nach dem einsamen Flamingo Sid haltend. Die üblichen Kontrollen am Eingang des Sicherheitsbereiches. Nochmals Kontrollen vor dem Einsteigen. Es ist schon dunkel als die Maschine von Cyprus Airways für den kurzen Flug übers Mittelmeer in Richtung Israel abhebt.

Flughafen Larnaka

Flughafen Larnaka

Flug Larnaka - Tel Aviv

Flug Larnaka - Tel Aviv

Flughafen Ben Gurion Tel Aviv

Flughafen Ben Gurion Tel Aviv

Kurz nach 21 Uhr die Landung in Tel Aviv. Da ich recht weit vorne im Flugzeug sitze, bin ich einer der ersten an den Schaltern der Passkontrolle. Richtig eilig habe ich es nicht, die Züge in Richtung der Innenstadt von Tel Aviv fahren um diese Tageszeit nur noch stündlich, den um 21:20 Uhr werde ich nicht erreichen.

Die israelische Grenzbeamtin durchblättert meinen Pass, stockt plötzlich, greift zum Telefonhörer. Dem Hebräischen nicht mächtig verstehe ich nur ein Wort – Syria. Wie zu erwarten hat sie das Visum meiner Syrienreise aus dem Jahr 2009 entdeckt. Ich möge doch bitte einen Moment warten…

Nach ein bißchen Warten an der Passkontrolle und noch ein bißchen Warten in einem kleinen Wartesaal sitze ich in einem Büroraum, wie er überall auf der Welt sein könnte. Mir gegenüber der eingangs erwähnte Einreisebeamte (was er genau ist, erfahre ich allerdings nicht). Was ich denn in Syrien gemacht hätte? Und was ich denn in Israel machen wolle? Wen ich denn so kenne und überhaupt? Quer durch meine Reiseaktivitäten geht das Gespräch, ausführlich unterhalten wir uns über das Champions League-Finale in Madrid aus dem vergangen Jahr. Und über das Fotografieren. Ein kurzer Abstecher ins berufliche Leben. Das Gespräch ist unterhaltsam. Und die Zeit läuft dahin.

Kurz nach 10 ist das Gespräch beendet. Ich habe “bestanden”, bekomme den Pass zurück, darf einreisen. Ein syrischer Stempel im Pass führte zu einem Gespräch bei der Einreise nach Israel, allerdings, ein israelischer Stempel im Pass macht das (Ein-) Reisen in viele arabische Ländern unmöglich. (Reise-) Politik im 21. Jahrhundert.

Nur noch gut zehn Minuten bis zur Abfahrt des nächsten Zuges. Sonst muss ich eine weitere Stunde warten. Vorbei an den Passkontrollhäuschen spurte ich zur Gepäckausgabe. Einsam und verlassen liegt mein Rucksack neben dem Gepäckband. Weiter zum Geldumtausch. Die Suche nach dem Bahnhof. Ein Ticket aus dem Automaten.

Um 22:19 Uhr stehe ich am Bahngleis. Um 22:20 sitze ich im Zug. Angekommen in Israel. Fahrt mit Zug und Bus ins Zentrum. Am Mittelmeer steige ich aus. Einchecken im Hotel. Hunger und Durst. Draußen auf der Straße gibt es noch geöffnete Straßenstände. Ich kaufe mir ein paar Flaschen Wasser und 100 Gramm Nüsse (und bin überrascht, dass die Waage schon beim ersten Versuch exakt 100 Gramm anzeigt. Noch mehr überrascht bin ich am darauffolgenden Abend als ich wieder 100 Gramm bestelle und die Waage wieder exakt 100 Gramm anzeigt – beim ersten Versuch. Die Verkäufer scheinen ein feines Gefühl für Gewichte zu haben, ein sehr feines…).

Bell Hotel Tel Aviv

Bell Hotel Tel Aviv

Am nächsten Morgen mache ich einen Fehler. Einen Fehler, der mich nicht nur eine Menge Zeit kosten wird, einen Fehler, der mich die ganzen nächsten Tage – zumindest ein bißchen – ständig beschäftigen wird. Ich schaue mir meinen Pass an und will meinen neuen Stempel begutachten. Ich blättere den Pass unzählige Male durch. Ich finde alles, nur nicht meinen israelischen Einreisestempel. Und der soll – spätestens – bei der Ausreise wichtig sein…

Was tun? Zurück zum Flughafen? Relativ weit und zeitraubend (denke ich zu diesem Zeitpunkt noch…). Die Touristeninfo ist gleich ums Eck. Vielleicht können die helfen. Die schicken mich zur deutschen Botschaft. Wohlwissend, dass die mir bestimmt nicht weiterhelfen können, gehe ich trotzdem hin. Die schicken mich weiter zum israelischen Innenministerium. Visumsabteilung. Für Fragen ist der Auskunftsschalter zuständig. Auskunft nach Nummern. Ich ziehe meine Nummern. 835 – wenn ich mich richtig erinnere. Die Anzeige steht auf 778. So ungefähr zumindest. Zehn Minuten später steht die Anzeige immer noch auf 778. Zwanzig Minuten später schon auf der 779. Es geht vorwärts…

Ich habe Glück, ich bekomme irgendwann die 785 “vererbt”. Und nach zwei Stunden bin ich an der Reihe! Der genervte Auskunftsbeamte hat keine halbe Minute für mich. Sie seien für Arbeitsvisa zuständig. Dass mit dem fehlenden Touristenvisaeinreisestempel wäre nicht so schlimm – glaubt er zumindest. Ohne Einreisestempel und mit dem Glauben des Auskunftsbeamten verlasse ich das Innenministerium wieder.

Mehr über die Reise durch Israel und die Weiterreise nach Ägypten demnächst.

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Rock ‘n’ Roll

18. Februar 1987, Schleyer-Halle, Stuttgart, Deep Purple, The House of Blue Light
5. November 1987, Schleyer-Halle, Stuttgart, Bryan Adams, Into the Fire
4. November 1988, Schleyer-Halle, Stuttgart, Bon Jovi, New Jersey

Ein paar Jahre später. 6 Tage im Juli 2011.
Keine wesentliche Änderung meines Musikgeschmacks.

Bryan Adams

17. Juli 2011, Tollwood, München

House Arrest, Somebody, Here I Am, How Do Ya Feel Tonight, Can’t Stop This Thing We Started, I’m Ready, Thought I’d Died and Gone To Heaven, Hearts On Fire, Let’s Make A Night To Remember, 18 Til I Die, Back to You, Summer of ’69, (Everything I Do) I Do It For You, Cuts Like A Knife, It’s Only Love, Please Forgive Me, When You’re Gone, Heaven, The Only Thing That Looks Good On Me Is You, Run to You, You’ve Been a Friend to Me, Cloud Number Nine, The Way You Make Me Feel, Straight From The Heart.

Tollwood: Bryan Adams

Tollwood: Bryan Adams

Tollwood: Bryan Adams

Tollwood: Bryan Adams

Deep Purple

18. Juli, Arena di Verona

Highway Star, Hard Lovin’ Man, Maybe I’m A Leo, Strange Kind Of Woman, Rapture Of The Deep, Woman From Tokyo, Contact Lost, When A Blind Man Cries, The Well Dressed Guitar, Knocking At Your Back Door, Lazy, No One Came, Perfect Strangers, Space Truckin’, Smoke on the Water, Hush, Black Night.

Piazza Brà: Konzertankündigung für Deep Purple

Piazza Brà: Konzertankündigung für Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple (ohne Deep Purple)

Arena di Verona: Deep Purple (ohne Deep Purple)

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple - Roger Glover, Ian Paice, Ian Gillan, Don Airey, Steve Morse

Arena di Verona: Deep Purple - Roger Glover, Ian Paice, Ian Gillan, Don Airey, Steve Morse

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple - Smoke on the Water

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple - Black Night

Arena di Verona: Deep Purple

Arena di Verona: Deep Purple

Bon Jovi

22. Juli, Ernst-Happel-Stadion, Wien

Raise Your Hands, You Give Love A Bad Name, Born To Be My Baby, We Weren’t Born To Follow, Superman Tonight, It’s My Life, In These Arms, The Radio Saved My Life Tonight, Runaway, We Got It Goin’ On, Captain Crash & The Beauty Queen From Mars, Bad Medicine / Wild Thing / Old Time Rock & Roll, (You Want To) Make A Memory, Hallelujah, I’ll Be There For You, Who Says You Can’t Go Home, I’ll Sleep When I’m Dead, Someday I’ll Be Saturday Night, Have a Nice Day, Keep The Faith, Whole Lot Of Leavin’, Wanted Dead or Alive, Thorn In My Side, Blood On Blood, Livin’ On A Prayer, Wild Is The Wind, Always, These Days.

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Intro

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Intro

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Bad Medicine

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Bad Medicine

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Bad Medicine

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Bad Medicine

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Hallelujah

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Hallelujah

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Have A Nice Day

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Have A Nice Day

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Keep The Faith

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Keep The Faith

Ernst-Happel-Stadion Wien: Bon Jovi - Keep the Faith

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Jon Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Jon Bon Jovi

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Richie Sambora

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Richie Sambora

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - David Bryan

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - David Bryan

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Tico Torres

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Tico Torres

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Thorn In My Side

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Thorn In My Side

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Blood On Blood

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Blood On Blood

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Blood On Blood

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Blood On Blood

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Blood On Blood

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Blood On Blood

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Livin’ On A Prayer

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Livin’ On A Prayer

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Livin’ On A Prayer

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Livin’ On A Prayer

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Richie Sambora, Jon Bon Jovi, David Bryan

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Richie Sambora, Jon Bon Jovi, David Bryan

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Hugh McDonald, Tico Torres, Richie Sambora, Jon Bon Jovi, David Bryan, Bobby Bandiera

Ernst-Happel-Stadion: Bon Jovi - Hugh McDonald, Tico Torres, Richie Sambora, Jon Bon Jovi, David Bryan, Bobby Bandiera

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Gustav Hertz, Otto Waalkes, Franka Potente, …

… 20 Millionen hier namentlich Nicht-Genannte und ich.

Wir haben eines gemeinsam – den gleichen Tag als Start ins Leben.

1967 – Donaueschingen

Altes Krankenhaus (Donaueschingen)

1982 – München

München

München

1983 – Hamburg

Der “offizielle” Beginn meiner selbstgeplanten Reisetätigkeiten.

Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

1984 – Breisach am Rhein

Breisach am Rhein

Breisach am Rhein

1985 – Wartenberg

Führerschein! Fahrt mit der Sponsorin Oma auf den Wartenberg. Und Blick nach unten.

Wartenberg: Blick auf Pfohren

Wartenberg: Blick auf Pfohren

1986 – Hüfingen

Durch den Commodore 64 kam ich zu meinem ersten Job als Softwareentwickler – ich hatte im Blogeintrag über meine dritte Interrail-Tour schon einmal darüber geschrieben. Vier Monate lange habe ich im Sommer 1986 bei der Fürstenberg Holzindustrie kleinere und größere Programme auf dem C64 geschrieben. Ein traumhafter Ferienjob. Nur ein Tag war anders. Irgendwelche Teile mussten dringend fertig werden. Ich half in der Produktion nicht nur aus, ich musste abends auch länger bleiben. Eigentlich nicht weiter schlimm. Wenn es nicht gerade mein Geburtstag gewesen wäre…

Ich nahm mir vor, in meinem wirklichen Berufsleben solchen Problemen aus dem Weg zu gehen, am besten durch einen Urlaubstag.

Dem wirklichen Berufsleben stand aber noch das Physikstudium im Weg. Und dem Physikstudium steht das Chemiepraktikum und sein Abschlusstest im Weg…

1987 – DER Chemietest

Universität Stuttgart

1988 – Peloponnes (Griechenland)

Griechenland

Peloponnes (Griechenland)

1992 – Leuzebad Stuttgart

Mineralbad Leuze Stuttgart

1994 – Rubbenbruchsee (Osnabrück)

Rubbenbruchsee (Osnabrück)

1995 – Sutthauser Straße Osnabrück

Sutthauser Straße Osnabrück

Sutthauser Straße Osnabrück

1998 – Elbsandsteingebirge (Sachsen)

Elbsandsteingebirge (Bastei)

Elbsandsteingebirge (Bastei)

1999 – Gardasee (Italien)

Gardasee (Italien)

Gardasee (Italien)

2001 – Feringasee (Unterföhring)

Feringasee (Unterföhring)

2003 – Alpamare Bad Tölz

Alpamare Bad Tölz

2004 – Deutsches Theater: “One Night of Queen – Live in Concert”

Deutsches Theater: "One Night of Queen - Live in Concert"

Deutsches Theater: "One Night of Queen - Live in Concert"

2005 – Julische Alpen (Slowenien)

Julische Alpen (Slowenien)

Julische Alpen (Slowenien)

2006 – Kapruner Tal (Österreich)

Kapruner Tal (Österreich)

Kapruner Tal (Österreich)

2007 – Krumau an der Moldau (Tschechische Republik)

Krumau an der Moldau (Tschechnische Republik)

Krumau an der Moldau (Tschechnische Republik)

2008 – Saragossa (Spanien)

Saragossa (Spanien)

Saragossa (Spanien)

2009 – Iveragh-Halbinsel (Irland)

Irland

Iveragh-Halbinsel (Irland)

2010 – Gibraltar

Gibraltar

Gibraltar

2011 – Wien (Österreich)

Ernst-Happel-Stadion Wien: Bon Jovi

Fortsetzung folgt.

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Zypern

Es soll ja Leute geben, die wissen an ihrem ersten Urlaubstag nicht, was sie mit ihrem Urlaub machen werden. Bei mir läuft das anders. Voll mit Ideen für Jahre plane (und buche) ich meine Urlaubsreisen recht früh.

Da kann es Überraschungen geben. Beispielsweise Ägypten (fast) ohne Touristen. Wer rechnet schon mit einer Revolution in seinem geplanten Reiseland (und damit, dass anschließend keiner mehr hin will).

Die Reise im Frühjahr 2011 beginnt aber nicht in Ägypten, sondern in Zypern (oder auf Zypern, bei Inseln weiß ich nie so recht, was richtig ist). Neben der Frage der richtigen Präposition – in oder auf - ist auch Zyperns Lage interessant. Gefühlt gehört es zu Europa, geografisch ist es aber schon eindeutig asiatisch.

Den ersten Teil dieser Reise rund ums östliche Mittelmeer (neben Zypern und Ägypten steht auch noch Israel auf dem Programm) – um den es in diesem Bericht geht – werde ich von einer Freundin begleitet.

Kim, frisch geduscht, mit Rollköfferchen, Sonnenbrille im Haar, bereit für die gebuchte Rundreise.

Larnaka ist Start und Ende des zyprischen Teils der Reise, so zumindest der Plan. Dass dieser Plan allerdings korrigiert werden muss, haben wir einem in der Unterkunft in Larnaka vergessenen Reisepass zu verdanken (über das Wer den Pass vergessen hat, breite ich – als nicht Betroffener – großzügig den Mantel des Schweigens aus).

Onisillos Hotel Larnaka

Onisillos Hotel Larnaka

Jetzt könnte man meinen, dass ein vergessener Pass kein wirkliches Drama in einem zur EU gehörenden Land ist. Ist es auch nicht. Solange man im südlichen Teil der Insel bleibt. Will man aber den nördlichen Teil der Insel besuchen (der seit 1974 türkisch besetzt ist), muss man sich beim Grenzübertritt ausweisen können…

Die dadurch notwendig gewordene zusätzliche Übernachtung in Larnaka löst nicht nur Freude beim dortigen Hotelbesitzer aus, er lässt uns auch Sid – bei der Fahrt zurück nach Larnaka – kennenlernen. Sid ist ein Flamingo.

Sid

Sid

Allein stakst er durch den bei Larnaka gelegenen Salzsee. Dass in diesem See Flamingos staken ist nicht ungewöhnlich, dass es aber nur ein einzelner zu diesem Zeitpunkt des Jahres tut, wohl schon. Eine Teddyleiche komplettiert das traurige Bild an diesem Abend.

Der Besuch bei Mr. Thank You lässt diesen Abend aber doch noch fröhlich (und kalorienreich…) ausklingen.

Kebab Grill House Kalifatzia Larnaka

Kebab Grill House Kalifatzia Larnaka

Ausgerüstet mit unseren Pässen, machen wir zwei Ausflüge in den türkisch-besetzten Norden der Insel. In Nikosia ist das einfach. Die Grenze verläuft mitten durch die Stadt (damit hat Nikosia den zweifelhaften Ruhm, die zur Zeit weltweit einzige geteilte Hauptstadt zu sein). Zu Fuß wechselt man von einer Fußgängerzone in eine andere.

Der zweite Besuch des Nordens gestaltet sich schwieriger. Ziel ist Famagusta, ganz im Osten der Insel, mit seiner Hauptsehenswürdigkeit der Lala-Mustafa-Pascha-Moschee, der früheren St. Nikolaos-Kathedrale. Dass im griechischen Südteil der Insel nicht an jeder Ecke auf Ziele im Norden hingewiesen wird, das kann man ja verstehen, dass es aber überhaupt kein Schild gibt, dass auf Famagusta hinweist, das ist seltsam.

Als wir auf der Suche nach dem entsprechenden Grenzübergang fast am Aufgeben sind, schauen wir zum letzten Male auf unsere Landkarte. Eigentlich befinden wir uns auf der richtigen Straße. Wenn auch in verkehrter Richtung. Und in der anderen Richtung befindet sich – laut Landkarte – Famagusta. Aber in der anderen Richtung, da gab es nirgends ein Schild, dass auf Famagusta hingewiesen hätte. Aber Schilder, die auf Ammóchostos hinweisen… Und man ahnt es vielleicht, Ammóchostos ist der griechische Name von Famagusta. Wie fast alle Orte auf Zypern hat auch dieser Ort einen griechischen und einen türkischen Namen. Nur, dass in diesem Fall uns nur Famagusta bekannt war…

Vom Grenzübergang sind es noch ein paar Kilometer bis Famagusta. Zu weit um zu Fuß zu gehen. Und der Mietwagen darf nur meiner extra abgeschlossenen Versicherung mit. Einfacher geht es mit dem Taxi. Der türkische Grenzbeamte ist uns dabei behilflich. Ein freundlicher Taxifahrer holt uns ab und bringt uns später wieder zurück. Im türkischen Teil der Insel scheint es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen zu geben, zumindest lässt sich dieser Schluss aus der Fahrweise unseres Fahrers ziehen. Oder – was wahrscheinlicher ist – der Taxifahrer kennt nicht nur einen Grenzbeamten…

Der Besuch in Famagusta ist schon sehr windig, richtig stürmisch wird es aber später am Kap Greko.

Sturm am Kap Greko

Sturm am Kap Greko

Kap Greko ist nicht nur stürmisch, es ist auch der letzte Versuch romantische Sonnenuntergangsbilder zu produzieren, so schön mit einer glutroten, in den Fluten des Mittelmeeres eintauchenden Sonne.

Sonnenuntergang bei Episkopi

Sonnenuntergang bei Episkopi

Sonnenuntergang über dem Felsen der Aphrodite

Sonnenuntergang über dem Felsen der Aphrodite

Sonnenuntergang über dem Salzsee bei Larnaka

Sonnenuntergang über dem Salzsee bei Larnaka

Sonnenuntergang am Kap Greco

Sonnenuntergang am Kap Greco

Die Reise begann aber nicht mit den Besuchen im Norden oder dem Fotografieren von Sonnenuntergängen, sondern mit dem Erkunden des griechischen Südens, tagsüber. Immer entlang des Mittelmeeres geht es erstmals in Richtung Westen. Dazwischen Abstecher an die abwechslungsreiche Küste, ein kurzer Besuch von Limassol.

Antony's Garden House Episkopi

Antony's Garden House Episkopi

Übernachtung im schönen Antony’s Garden House in Episkopi.

Antony's Garden House Episkopi

Antony's Garden House Episkopi

Neben landschaftlichen Schönheiten gibt es immer wieder Kultur in Form von Ausgrabungsstätten, meist römischer Natur. Meistens ist in den Ausgrabungsstätten nicht viel los, nur nicht in den Ruinen von Paphos.

Französische Sportgallier (ca. 200 Stück) umgarnen Kim, Jürgen verlässt Raum.

Neben den römischen Ruinen gibt es in Paphos noch die Königsgräber, sie sind nicht nur die – meiner Meinung nach (wessen auch sonst?) – interessanteste Ausgrabungsstätte Zyperns, sie haben auch riesige Puschteblumen! Ein wunderbares Fotomotiv, das selbst die vielen Schnecken in Vergessenheit geraten lässt! Nicht nur für mich.

Spaß beim Puschteblumen-Fotografieren

Spaß beim Puschteblumen-Fotografieren

Übernachtet wird auch in Paphos. Beim Versetzen eines Tischchens bemerke ich nicht die nur lose aufgelegte Glasplatte…

Jürgen randaliert.

Der Schaden hält sich zum Glück in Grenzen. Ein größerer Schaden wäre allerdings passiert, hätte es in dieser Nacht geregnet.

Roman Hotel Paphos

Roman Hotel Paphos

Die Unterkunft hatte zwar ein vor Regen schützendes Dach, aber keinen kostenlosen WLAN-Zugang. Ganz im Gegensatz zu der Kneipe, in der wir zur Abend aßen, und die auf der anderen Straßenseite lag. Empfang des Kneipen-WLANs gab es im Hotelzimmer keinen, auf dessen Balkon aber schon. Die Müdigkeit an diesem Abend muss mich so überrascht haben, dass ich vergaß, meinen kleinen Computer vom Balkon zurück ins Zimmer zu holen…

Von der sehr holprigen Fahrt zur Avgás-Schlucht und dessen (teilweisen…) Durchwanderung erhole ich mich mit einem Bad im kühlen Nass des Mittelmeeres.

Schotterweg: Jürgen hat Angst ums Auto und lässt sich vorher versichern, dass Kim beim Steckenbleiben schiebt.

Jürgen gibt auf 1/5 des Weges bereits fix und fertig mit nassen Füßen auf.

Badender JR

Badender JR

Man kann in Zypern aber nicht nur ganzjährig Baden (ok, dass man das ganzjährig könne, behaupten manche Eis aufpickelnde Nordeuropäer auch…), man kann auch Skifahren. Nicht ganzjährig, aber in den Wintermonaten.

Skischulen am Olympos

Skischulen am Olympos

Fürs Skifahren reichen die Schneereste am fast 2000 Meter hohen Olympos nicht mehr, eine Wanderung rund um seinen Gipfel verhindern sie aber trotzdem. Eine andere Wanderung können wir aber machen, die zum Kaledonia-Wasserfall.

Jürgen muss Loser Image wieder aufpolieren und durchschreitet mit Kneippschen Schritten den ca. 1,5 cm tiefen Bach.

Bei der abendlichen Fahrt zu unserem Übernachtungsort Troodos werden wir von einem lokalen Radiosender mit deutscher Musik berieselt, nur unterbrochen von deutschsprachigen Infos zu Nord-Zypern. Ich fühle mich an Radio Moskau erinnert.

Die kalten Außentemperaturen (bei der abendlichen Ankunft zeigt das Thermometer gerade mal noch 3 Grad an) vergessen wir schnell bei Commandaria und Schaschlik. Wir sind die einzigen essenden Gäste in einem Restaurant, das Platz für ganze Busladungen bietet. Eine weitere Überraschung bietet die Tür zu meinem Zimmer…

Jürgens Schlüssel funktioniert und 2 Sekunden später nicht mehr. Alles macht er kaputt.

Troodos Hotel

Troodos Hotel

Das Troodos-Gebirge bietet aber nicht nur landschaftliche Schönheiten, auch beherbergen seine Bergdörfer einige zum Weltkulturerbe gehörende  Scheunendachkirchen. Auf ihre Suche machen wir uns am folgenden Tag. Auf dieser Suche sehen wir – gelenkt durch meine hervorragende Navigatorin – Teile des Troodos-Gebirges, die noch kein Tourist zuvor gesehen hat (Anmerkung des Verfassers: Die in diesem Satz vorhandene – durch Ironie nur mühsam versteckte – Kritik ist übrigens – wenn ich ganz ehrlich bin – völlig unberechtigt (dies würde ich aber nie zugeben)). Und die Kirchen finden wir natürlich auch noch…

Die Woche Zypern ist ein toller Beginn meiner Reise rund ums östliche Mittelmeer. Weit weg von der Aufgeregtheit Israels und Ägyptens, die noch bevor steht.

Einen sehr großen Dank – nicht nur für die hier verwendeten Zitate und das Badebild – an meine Mitreisende! Für die inhaltliche Korrektheit der Zitate übernehme ich allerdings keine Verantwortung. :-)

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The Wall

17. Juni 1981, London, Earl’s Court – Das letzte Konzert der Wall Tour von Pink Floyd. Zugleich das letzte Konzert von Pink Floyd in seiner klassischen Besetzung David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters und Richard Wright – abgesehen von einem 20-minütigen Auftritt beim Live 8-Konzert im Jahr 2005.

Fast auf den Tag genau 30 Jahre später…

15. Juni 2011, Berlin, O2 World. Roger WatersThe Wall live

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

In The Flesh?

The Thin Ice

The Thin Ice

The Thin Ice

The Thin Ice

The Thin Ice

Another Brick in The Wall Part 1

Another Brick In The Wall 1

Another Brick In The Wall 1

The Happiest Days Of Our Lives

The Happiest Days Of Our Lives

The Happiest Days Of Our Lives

Another Brick In The Wall Part 2

Another Brick In The Wall 2

Another Brick In The Wall 2

Mother

Mother

Mother

Mother

Mother

Mother

Mother

Goodbye Blue Sky

Goodbye Blue Sky

Goodbye Blue Sky

Empty Spaces

Empty Spaces

Empty Spaces

What Shall We Do Now?

What Shall We Do Now?

What Shall We Do Now?

Young Lust

Young Lust

Young Lust

Young Lust

Young Lust

One of My Turns

One of My Turns

One of My Turns

One of My Turns

One of My Turns

Don’t Leave Me Now

Don’t Leave Me Now

Don’t Leave Me Now

Don’t Leave Me Now

Don’t Leave Me Now

Don’t Leave Me Now

Don’t Leave Me Now

Another Brick In The Wall Part 3

Another Brick In The Wall 3

Another Brick In The Wall 3

Another Brick In The Wall 3

Another Brick In The Wall 3

The Last Few Bricks

The Last Few Bricks

The Last Few Bricks

Goodbye Cruel World

Goodbye Cruel World

Goodbye Cruel World

Pause

Pause

Pause

Hey You

Hey You

Hey You

Is There Anybody Out There?

Is There Anybody Out There?

Is There Anybody Out There?

Nobody Home

Nobody Home

Nobody Home

Vera
Bring The Boys Back Home

Bring The Boys Back Home

Bring The Boys Back Home

Bring The Boys Back Home

Bring The Boys Back Home

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

Comfortably Numb

The Show Must Go On
In The Flesh

In The Flesh

In The Flesh

In The Flesh

In The Flesh

In The Flesh

In The Flesh

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Run Like Hell

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Waiting For The Worms

Stop

Stop

Stop

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

The Trial

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Outside The Wall

Was soll ich noch schreiben? Legt jetzt the The Wall in euren CD-Spieler. Und dreht den Lautstärkeregler so weit hoch, dass ihr das Intro von In The Flesh? gut hören könnt… :-)

Oder – noch besser – besucht eines der noch ausstehenden Konzerte der The Wall Live-Tour von Roger Waters!

Viel Spaß!

P.S.: Für (viel !!) mehr Informationen über The Wall Live und alles andere von Pink Floyd besucht die hervorragende Seite Brain Damage!

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Eric Clapton und die Royal Albert Hall

Zur Musik von Eric Clapton kam ich erst relativ spät. Ich erinnere mich noch gut, wie ich in meinem heimischen Plattenladen stand und die Doppel-Live-CD 24 Nights in den Händen hielt. Ohne die Musik von Clapton näher zu kennen, entschloss ich mich zu ihrem Kauf.

24 Nights ist zum einen eine Referenz auf Claptons bekannteste Live-Platte Just One Night, die ein Jahrzehnt früher entstand und ein einzelnes Konzert in Japan dokumentiert, zum anderen erinnert es an die 24 Abende, in denen ein Teil dieser CD entstand. 24 Abende im Februar und März 1991, an denen Clapton an nur einem Veranstaltungsort auftrat, in der Royal Albert Hall in London.

Royal Albert Hall

Royal Albert Hall

Royal Albert Hall und Eric Clapton, das ist etwas Besonderes, Clapton selbst spricht von seinem favorite venue to play in the world.

Mitte der 1990er Jahre ging eine ehemalige Arbeitskollegin für ein paar Jahre nach London. Ich gab ihr dazu einen Wunsch mit: Würde Clapton in London auftreten, solle sie doch bitte Tickets organisieren, ich würde auf jeden Fall dafür hinkommen. Dass dieses Konzert in der Royal Albert Hall sein würde, davon bin ich – ohne zu überlegen – ausgegangen.

Im Oktober 1998 war es soweit! Mein erstes Zusammentreffen mit EC! In London! Die Sache hatte nur einen kleinen Haken. Das Konzert fand nicht in der Royal Albert Hall statt (sondern im Earl’s Court), diese wurde nämlich in den Jahren um die Jahrtausendwende herum renoviert.

Earl's Court: Eric Clapton

Earl's Court: Eric Clapton

Weitere Clapton-Konzerte folgten in den darauffolgenden Jahren, zwei davon auf dem für solch einen Event wunderbaren Königsplatz in München. Aber keines in der Royal Albert Hall…

Dass es nun doch passiert ist – Royal Albert Hall, Eric Clapton und ICH -, das liegt am FC Bayern München. Klar, oder???

Herbst 2009. Die Bayern spielen eine katastrophale Gruppenphase in der Champions League. Ich hatte aber trotzdem das Gefühl, das diese Saison eine gute werde sollte. Und entschloss mich, einen Flug für das Pfingstwochende im Mai 2010 nach Madrid zu buchen. Denn genau am Pfingstsamstag sollte das Endspiel in der Champions League in Madrid sein. Der Rest ist Geschichte. Der FC Bayern kommt ins Endspiel, ich bin in Madrid und habe sogar Karten für das Spiel im Estadio Santiago Bernabéu.

Gewonnen hat der FC Bayern das Endspiel gegen Inter Mailand – wie man weiß – leider nicht. Neuer Versuch ein Jahr später. Dann wird das Endspiel in London sein. Mein Optimismus ist – trotz der diesmal hervorragenden Champions League-Gruppenphase des FC Bayern – nicht ganz so groß wie im Jahr zuvor. Trotzdem buche ich schon im Herbst einen Flug nach London für das entsprechende Wochenende. Um auch genügend Zeit für Besichtigungen und zum Fotografieren zu haben von Donnerstag bis Sonntag, vom 26. bis zum 29. Mai 2011.

Jetzt fehlt nur noch ein bisschen Glück… Das Glück, dass die Bayern wieder ins Endspiel kommen, das gibt es dieses Mal nicht. Dafür habe ich anderweitig Glück, großes Glück! Als treuer Leser von Where’s Eric! sehe ich rechtzeitig die Konzertankündigungen: Clapton & Winwood Announce May 2011 RAH Dates; Tickets On Sale From 4 October at 9AM. May 2011 meint den 26. und 27.! Was RAH ist und was ich am 4. Oktober 2010 gemacht habe, diese Fragen stellen sich nicht wirklich, oder? In Zeiten des Internets sind manche Wege sehr kurz…

Royal Albert Hall: Eric Clapton & Steve Winwood

Royal Albert Hall: Eric Clapton & Steve Winwood

Der 27. Mai 2011. Kein Regen wie am Vortag. Kein Regen bedeutet keine Erholungspausen. Besichtigungsprogramm von morgens bis abends. Der im Bau befindliche Olympiapark, die Docklands. Tower, Tower Bridge. Eigentlich mag ich nicht bei Rockkonzerten sitzen. An diesem Abend bin ich froh. Meine schmerzenden Füße danken es mir.

Royal Albert Hall

Royal Albert Hall

Die Royal Albert Hall, sie ist schöner als ich sie mir vorgestellt habe. Das Publikum ist – vorsichtig ausgedrückt – von reiferer Natur. Wen wundert es? Die Hauptdarsteller auf der Bühne sind ja auch schon alle jenseits der 60.

Als Vorgruppe tritt Andy Fairweather Low & The Low Riders auf. Fairweather Low ist auch ein “alter Bekannter”, er war zweiter Gittarist zum einen beim oben erwähnten Earl’s Court-Konzert von Clapton,  zum anderen beim Roger Waters’ Konzert in der Münchner Olympiahalle 2002. Sein Auftritt heute ist nicht besonders spektakulär, macht aber Spaß!

Andy Fairweather Low & The Low Riders

Andy Fairweather Low & The Low Riders

Kurz nach halb 9 ist es dann so weit: Eric Clapton und Steve Winwood betreten zusammen mit ihren Bandkollegen die Bühne. Die nächsten gut zwei Stunden sind ein Höhepunkt meiner “Konzertkarriere“! (Konzertkarriere klingt doch großartig für jemanden, der nie ein Musikinstrument gespielt hat und dem der Musiklehrer schon in der 5. Klasse jegliches Gesangstalent absprach…).

Eric Clapton & Steve Winwood

Eric Clapton & Steve Winwood

Würde ich einzelne Nummern des Setlists (Had to Cry Today, Low Down, After Midnight, Presence Of The Lord, Glad, Well Alright, Hoochie Coochie Man, While You See A Chance, Key To The Highway, Pearly Queen, Crossroads, Georgia, Driftin’, That’s No Way To Get Along, Layla, Can’t Find My Way Home, Gimme Some Lovin’, Voodoo Chile, Cocaine, Dear Mr. Fantasy) herausgreifen, täte ich den anderen Unrecht. Daher lasse ich das lieber. Und noch eine Überraschung: Das angesprochene – reifere – Publikum geht richtig ab!

Royal Albert Hall

Royal Albert Hall

Bei ein, zwei Guinness klingt der wunderbare Abend aus.

Guinness und andere Biere

Guinness und andere Biere

Fünfmal zusammen mit seinem Blind Faith-Weggefährten Steve Winwood, sechsmal solo tritt Eric Clapton im Frühjahr 2011 in der Royal Albert Hall auf.

Eric Clapton & Steve Winwood in der Royal Albert Hall

Eric Clapton & Steve Winwood in der Royal Albert Hall

Ich bin glücklich, einen dieser Abende miterlebt zu haben!

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Paranoia

Spiegel Online, Juli 2010. Über eine Millon Kameras in London. Nicht die Kameras, die die Touristen vor ihrem Bauch hängen haben, sondern die, die zur Überwachung seiner Bewohner und Besucher dienen. Jeder Quadratmeter der Stadt scheint von irgendeiner Kamera erfasst zu sein.

London, Mai 2011.

Hyde Park. Touris und Schulklassen – für ihren Sportunterricht – nutzen ihn zugleich. In manchen Gegenden des Parkes lässt es sich daher gar nicht vermeiden, Teile der Schulgruppen mit auf dem Bild zu haben, wenn man den Park fotografiert. Was passiert? Eine Lehrerin läuft uns hinter her und erklärt uns, dass es die Policy ihrer Schule ist, dass Schüler nicht fotografiert werden dürfen. So eine Policy mag ja das gute Recht einer Schule sein. Aber woher soll ich die Policy einer Schule, deren Schüler in einem öffentlichen Park Kricket oder Fußball spielen, kennen???

Fahrt in der U-Bahn. Nicht nur auf Mind the Gap weist der Fahrer hin, auch gibt er per Lautsprecher bekannt, dass das Fotografieren sowohl in den Zügen als auch auf den Bahnhöfen verboten sei. Und das gleich mehrmals.

Docklands. Kaum bekommt ein Sicherheitsmann meine Kamera zu Gesicht, schon fühl er sich bemüßigt mich darauf hinweisen zu müssen, dass es sich bei der Tiefgarageneinfahrt, vor der er steht, um einen Sicherheitsbereich handeln würde, der – natürlich – nicht fotografiert werden dürfe.

Ufer der Themse. Gegenüber der O2-Arena. Ein Mann im dunklen Anzug erklärt mir, er hätte mich auf den Überwachungskameras gesehen und müsse mir jetzt sagen, dass ich zwar die O2-Arena auf der gegenüberliegenden Themse-Seite fotografieren dürfe, nicht aber die Häuser auf dieser Flussseite. Die Begründung ist einfallsreich: die Häuser seien privat. Wie wird er dieses Verbot – über seine Richtigkeit und Sinnhaftigkeit will ich hier gar nicht diskutieren – für  Leute auf vorbeifahrenden Schiffen oder für Besucher der O2-Arena wohl durchsetzen? Und falls es ein solches Verbot denn gibt, woher weiß ich denn, welches Haus privat ist und welches nicht???

Auf der einen Seite die totale (filmische) Überwachung (wobei ja keiner weiß, wer da vor den Monitoren sitzt), auf der anderen Seite Fotografierverbote an jeder Ecke. Es ist beispielsweise auch – per Gesetz – inzwischen verboten Bobby’s zu fotografieren. Man läuft durch London und hat ständig das Gefühl beim Fotografieren etwas Unerlaubtes zu machen.

Mutig wie ich nun einmal bin – :-) -, habe ich trotzdem in London fotografiert. Viel sogar. Die Ergebnisse wird es wie immer auf Erde in Bildern geben.

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Toskana

Möchte Leo nicht gefunden werden, macht er dies ganz einfach. Er steckt seinen Kopf (und nur diesen!) in seine Höhle. Und wenn er nichts mehr sieht, dann kann er auch von keinem anderen gesehen werden. Leo ist ein Kaninchen.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert ein junges amerikanisches Paar. Sie sitzen im Bus, der vom Flughafen von Florenz ins Stadtzentrum fährt, und unterhalten sich lautstark darüber, wie viele hundert Euros sie für ihre Dollar bekommen haben. Und da sie sich auf Englisch unterhalten, wird sie in Italien bestimmt keiner verstehen (da zum einen die Italiener bestimmt nur Italienisch sprechen und im Flughafenbus auch nicht mit Nicht-Italienern zu rechnen ist…).

Nicht, dass der falsche Eindruck aufkommt, ich würde zwei jungen Amerikaner mit Leo vergleichen! Das hätte Leo nämlich nicht verdient.

Geld umtauschen muss ich allerdings nicht. Denn die Busfahrt findet im Herbst 2010 statt, etwas mehr als 25 Jahre nach meinem ersten Besuch in Florenz. Und statt D-Mark und Lire haben wir alle den Euro.

Vor dem Flughafenbus kommt allerdings erst noch der Flug. Und vor dem Flug das Finden des Abfluggates. München, Terminal 2. Laut Bordkarte soll ich zu Gate G65. Kein Problem sollte man meinen. G65 ist allerdings nicht irgendwo zwischen G40 und G80, sondern unterhalb von G33.

Der Flug über die Alpen ist traumhaft. Die Dolomiten als Inseln in den Wolken. Das ganze im sanften Abendlicht. Mein Fotografenherz schlägt höher. Als Mahlzeit gibt es bei Air Dolomiti einen Pudding. Da ich zum Löffeln bei den extrem beengten Verhältnissen im Flugzeug keinen Platz finde, hebe ich mir den Pudding für später auf. Später esse ich den Pudding allerdings auch nicht mehr, vielmehr muss ich den Pudding mühsam aus meinem Rucksack waschen. Auf dem Weg ins Hotel ist der Becher geplatzt.

Picadilly Hotel Florenz

Picadilly Hotel Florenz

Das Hotel – Picadilly – in Florenz ist in Ordnung. Einfaches Zimmer. Zentral gelegen.

Das Besichtigungsprogramm in Florenz beginnt mit dem Dom. Oder besser gesagt, mit seiner fantastischen Kuppel. Der frühe Morgen ist dafür von großem Vorteil, da dann die Auf- und Abgänge (die teilweise den gleichen Weg nutzen) noch nicht so stark mit Menschen verstopft sind. Und es endet spät abends wieder mit ihm.

In Florenz gibt es so viel zu sehen. Und das Wetter ist – an diesem ersten Tag – bestens. Deshalb gibt es tagsüber zwischendurch nur Kleinigkeiten aus dem Supermarkt. Nur, sind italienische Supermarkt-Kassiererinnen verpflichtet, während ihrer Arbeit ununterbrochen auf ihrem Handy zu telefonieren? Zugegebenerweise beherrschen sie diese Form des Multitaskings perfekt.

Außer Florenz schaue ich mir noch weitere Städte der Toskana an: Siena, Pisa und Lucca.

Ein guter Startpunkt in Siena ist der Torre del Mangia, man hat einen wunderschönen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Nicht ohne Grund gilt Siena als eine der schönsten Städte der Toskana und Italiens. Während Florenz stark von der Renaissance geprägt ist, hat Siena den mittelalterlichen Charakter der italienischen Gotik erhalten.

In Pisa bin ich etwas genervt. Der Dom und das Baptisterium sind wegen eines lokalen Festes bei meiner Ankunft schon geschlossen. Der Schiefe Turm ist zwar noch offen, allerdings für 15 Euro und nur mit einer geführten Gruppe – da belasse ich es lieber in der Erinnerung an 1985 (zum damaligen Zeitpunkt war der Turm sogar noch über 40 Zentimeter schiefer!). Und zu guter Letzt ist der Weg zum naheliegenden Bahnhof kaum auffindbar. Schilder, die auf seine Lage hinweisen würden, sind nicht vorhanden. Und am Bahnhof selbst ist dann auch noch der Getränkeautomat kaputt…

Am frühen Abend bin ich noch in Lucca. Die zahlreichen romanischen Kirchen, die mittelalterlichen Türme und die rund um die Altstadt erhaltene Befestigungsanlage zeugen noch heute von der einstigen Größe und Wichtigkeit dieser Stadt. Besonders schön soll der Turm mit den Steineichen sein, leider hält er sich nicht an die im Reiseführer angegebenen Öffnungszeiten. Was allerdings mehr oder weniger für alle in meinen Reiseführern angegebenen Zeiten gilt. Die Haltbarkeit solcher Angaben ist – wohl besonders in Italien – ziemlich beschränkt.

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Träume

März 2011. Meine Reisepläne für dieses Jahr stehen mehr oder weniger. Eine Reise an das (und in das) östliche Mittelmeer, eine Tour ins Baltikum, ein paar Städtereisen.

Trotzdem – oder vielleicht auch deswegen? – schweifen meine Gedanken schon über 2011 hinaus.

März 2002. Bangkok. Eine letzte Bootsfahrt über den Chao Praya. Den Rücksack ein letztes Mal packen. Mitten in der Nacht zum Flughafen. Abschiedsschmerz. Meine wohl ungewöhnlichste Reise geht zu Ende. Fünf Monate unterwegs, fünf Monate quer durch Südostasien. An jedem Tag gab es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, man bleibt am gleichen Ort oder man fährt weiter in den nächsten. Bleibt man, hat man meist Pläne für ein (Besichtigungs-) Programm, fährt man weiter, hat man meist schon die Fahrt dafür organisiert, sich Gedanken um die nächste Unterkunft gemacht. Der Tag des Reiseendes ist in so weiter Ferne, dass man sich – nach einer gewissen Zeit – keine Gedanken mehr darüber macht. Unterwegs sein wird zum Alltag.

Neun Jahre später. Die Idee, eine große Reise noch einmal zu machen, gibt es – spätestens – seit dem erwähnten Tag in Bangkok…

Eine solche Reise macht man allerdings nicht mal ebenso. Sie erfordert doch eine etwas andere Vorbereitung und Planung. Das fängt mit der Auswahl des Ziels an und endet noch lange nicht mit der Frage, wie man sich für mehrere Monate von seinem normalen Leben verabschiedet und das ganze finanziert.

Fangen wir mit der Auswahl des Ziels an – das ist am einfachsten…  Südamerika. Einmal quer durch.

Südamerika

Südamerika (Quelle: Wikipedia)

Start in Kolumbien (oder erst in Ecuador?). Peru und Bolivien. Chile. Argentinien. Viel, sehr viel. Und “ergänzende” Ideen habe ich auch noch – die Osterinseln, Uruguay und Brasilien, einen Abstecher in die Antarktis… Eine Rückkehr durch die Südsee…

Ein bisschen verrückt, oder? Ich kenne da jemanden, die immer behauptet hat, dass nicht die Erbsenzähler die Welt verändern, sondern die Phantasten… Also, die Welt möchte ich gar nicht so sehr verändern, nur sie bereisen.

Was schaut man sich auf einer Reise quer durch Südamerika alles an? Die Galapagos-Inseln, Machu Picchu, der Titicaca-See, der Nationalpark Torres del Paine in Chile, die Iguazú-Wasserfälle, Patagonien, die Strände Rios, …

Was lässt man weg? Wie reist man unterwegs? Macht man Sprünge mit dem Flugzeug? Wohin fährt man lieber selbst, wo ist es einfacher öffentlich zu fahren? Hat jemand ein Allradfahrzeug vor Ort, dass er weiter vermieten möchte? Vielleicht zur Rückführung?

Und wie kommt man überhaupt hin? Klar, mit dem Flugzeug. Aber was ist ein günstiges Ticket für die lange Aufenthaltsdauer? Als Gabelflug? Oder für Round-the-World?

Wo übernachten? Und die Fahrt in die Antarktis ist – nach allem, was ich bisher gehört habe – sehr teuer. Gibt es günstige Alternativen? Wann und wo buchen?

Während sich meine bisherigen Artikel im Reiseblog stets auf vergangene Reisen bezogen haben, geht es hier um eine Reise in der Zukunft. Bei allem Vorlauf, die gerade solch eine Reise braucht, sogar um eine Reise in einer zumindest etwas ferneren Zukunft. Aber Suchen braucht Zeit. Die Suche nach Antworten auf die gestellten (und sicher noch auftauchenden) Fragen. Auch die Suche nach einer Person, die mich auf solch einer Reise begleiten könnte.

Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Chinesisches Sprichwort.

Er ist hiermit getan.

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In eigener Sache (1)

Inzwischen ist der Fotobewettbewerb vorbei. Es hat nicht ganz gereicht… Trotzdem vielen Dank an alle, die mich in den vergangen Monaten mit Ihrer Stimme unterstützt haben!

Jürgen

 

Liebe Leserin, lieber Leser, ich bin auf Deine Unterstützung bei einem Fotowettbewerb angewiesen!

Mit dem folgenden Bild nehme ich an diesem Fotowettbewerb teil:

Suq in Aleppo

Suq in Aleppo

Was ist zu tun:

  1. Auf den Link (Fotowettbewerb) klicken.
  2. Jetzt werdet ihr nach Geburtsdatum und Land gefragt wird. Bitte füllt das aus (es geht nur darum, dass die Abstimmenden älter als 18 sind).
  3. Nun klickt ihr nochmals auf den Link (Fotowettbewerb)! Jetzt müsste das oben gezeigte Bild “The Suq of Ancient Aleppo” erscheinen.
  4. Und das wichtigste zuletzt: Rechts oben auf das gelbe “vote” klicken.
  5. Gefällt euch das Bild so richtig gut, dann schickt den Link von dieser Seite an alle weiter, die ihr so kennt! :-)
    http://www.erde-in-bildern.de/reiseblog/allgemein/in-eigener-sache-1/

Ein bisschen kompliziert… Aber doch machbar. :-)

Und warum das alles??

Meine Erfahrung mit Schottland hält sich in Grenzen. Um es genau zu nehmen war es nur ein Tag, an dem ich bisher in Schottland war. Und an diesem Tag regnete es mehr oder weniger von morgens bis abends. Warum ich denn überhaupt für einen Tag in Schottland war? Ganz einfach, es war das Jahr 1985 und ich war mit dem Interrail-Ticket unterwegs durch Europa. Für die Tour waren zwei Tage in London vorgesehen. Und um in den Genuss ausführlicher Nachtzugfahrten zu kommen, ging es zwischen dem ersten und zweiten Tag London für einen Tag nach Schottland.

Jetzt bietet sich die Gelegenheit wieder nach Schottland zu kommen. Ok, im Zeitalter des Flugzeuges bietet sich diese Gelegenheit ja fast jeden Tag. Das besondere an dieser Gelegenheit ist aber, dass es sich um eine gesponserte Reise handelt! Wie schon zu vermuten, hat das aber auch einen Haken. Man muss zuerst den genannten Fotowettbewerb gewinnen…

Dafür muss man beim freien Voten (neu-deutsch für Abstimmen…) es unter die ersten 10 Bilder schaffen (was ja mit Hilfe der Unterstützung durch meine Leser kein Problem sein sollte!). Und dann wählt eine Jury unter den 10-am-Besten-Gevoteten noch das Gewinnerbild aus (was wiederum bei DEM Bild auch kein Problem sein sollte…).

Vielen Dank für Deine Unterstützung!!

Jürgen

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