{"id":692,"date":"2010-11-22T23:02:32","date_gmt":"2010-11-22T21:02:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/?p=692"},"modified":"2015-06-26T11:46:36","modified_gmt":"2015-06-26T09:46:36","slug":"am-rande-erwahnt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/musik\/am-rande-erwahnt-3\/","title":{"rendered":"Am Rande erw\u00e4hnt (3) &#8211; Deep Purple und ich"},"content":{"rendered":"<p><em>Die<\/em> Erkenntnisse eines Wochenendes im November 2010:<\/p>\n<ol>\n<li>Roger Glover kann Bass spielen.<\/li>\n<li><em>Child in Time<\/em> ist und bleibt einer der gr\u00f6\u00dften Rock-Songs aller Zeiten &#8211; auch (oder vielleicht gerade), wenn es in einer klassischen Konzerthalle gespielt wird.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Punkt 1 \u00fcberrascht nicht wirklich, sollte man meinen, schlie\u00dflich ist Roger Glover \u00fcber 40 Jahre Bassspieler, davon die meiste Zeit bei <strong>Deep Purple<\/strong>. Zusammen mit Schlagzeuger Ian Paice bildet er die wohl beste <em>Rythmn Section<\/em> der Rockgeschichte (die eine oder andere Bewertung in diesem Beitrag k\u00f6nnte eventuell &#8211; zumindest etwas &#8211; subjektiv eingef\u00e4rbt sein). Nur, was vor nicht allzu langer Zeit (Band-historisch betrachtet) begann, war, dass Roger pl\u00f6tzlich live Solos spielt, ein Vorrecht, dass Jahrzehnte der Gitarre und dem Keyboard bei Deep Purple vorbehalten war. Und was er an diesem Novemberabend in der Mitte des Zugabenteils in der M\u00fcnchner Olympiahalle bot, hat mich vom (wenn auch imagin\u00e4ren) Hocker gehauen.<\/p>\n<p>Zu Punkt 2 komme ich sp\u00e4ter. Erst ein Blick zur\u00fcck. Weit zur\u00fcck. Ok, relativ weit zur\u00fcck&#8230;<\/p>\n<p>Meine Jugendzeit war &#8211; rein musikalisch betrachtet &#8211; reichlich indifferent (um es mal vorsichtig auszudr\u00fccken). Das Radio lief &#8211; oder auch nicht. Die Platte, die mein musikalisches Leben ver\u00e4ndern sollte, war <em>Perfect Strangers<\/em>, mit dem Deep Purple in ihrer legend\u00e4ren <em>Mark 2<\/em>-Besetzung (Ritchie Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Jon Lord und Ian Paice) 1984 ihre R\u00fcckkehr feierten. 1976 hatte sich die Band &#8211; d.h. das, was von ihr zu diesem Zeitpunkt noch \u00fcbrig war &#8211; aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Meine erste eigene Platte (zu einem eigenen Plattenspieler sollte ich es allerdings nicht mehr bringen&#8230;) war dann aber nicht <em>Perfect Strangers<\/em> (das hatte ich schon auf Cassette, noch so ein Medium das im MP3-Zeitalter kaum noch einer kennt), sondern <em>Greatest Purple<\/em>, ein Doppelalbum mit den Band-H\u00f6hepunkten aus den 1960er und 1970er Jahren. Um es kurz zu machen, ich hatte meine Lieblingsband gefunden (und bis heute behalten &#8211; auch wenn sich mein musikalisches Spektrum im Laufe der Zeit noch ausweiten sollte&#8230;).<\/p>\n<p>Live sollte ich Deep Purple erst im Rahmen der <em>House of Blue Light<\/em>-Tour sehen. <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/welt\/musik\/purple\/72578501\/\">Stuttgart, Schleyerhalle, 18. Februar 1987.<\/a> Schon Wochen vorher fieberte ich auf den Termin hin.\u00a0Ziemlich fr\u00fch war ich dort, um einen (Steh-) Platz weit vorne zu bekommen.<\/p>\n<div id=\"attachment_688\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-688\" class=\"size-medium wp-image-688\" title=\"Deep Purple Stuttgart 1987\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1987_00222-300x180.jpg\" alt=\"Deep Purple Stuttgart 1987\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1987_00222-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1987_00222.jpg 689w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-688\" class=\"wp-caption-text\">Deep Purple Stuttgart 1987<\/p><\/div>\n<p>Die Vorgruppe war \u00fcberstanden. B\u00fchnenumbau. Dunkelheit. Die ersten Trommelschl\u00e4ge von <em>Highway Star<\/em>. Ich glaube, ich bin den Rest des Abends nur mit offenem Mund dagestanden.<\/p>\n<p>Noch im Sommer des gleichen Jahres sah ich Deep Purple das zweite Mal, dieses Mal als Headliner des <em>Monster of Rock<\/em>-Open Air-Festivals in Pforzheim. Langes Warten in dr\u00fcckender Hitze bis zum H\u00f6hepunkt des Tages, der mit <em>Smoke on the Water<\/em> zu sp\u00e4ter Stunde ein Ende fand.<\/p>\n<p>1988 brachte eine neue Herausforderung mit sich. Eine Deep Purple-Tour, die nur Konzerte im Norden Deutschlands beinhaltete. Heute setzt man sich an den Rechner, besucht eine Ticketseite wie <em>eventim<\/em> im Internet, klickt ein paar Mal drauf rum und schon hat man ein Ticket f\u00fcr irgendwo in der Welt. In der alten Welt von 1988 musste man sich erst alle Informationen durch Telefonanrufe besorgen (erinnerst sich noch jemand an die Telefonpreise von vor 20 Jahren? 10 Mark f\u00fcr ein Ferngespr\u00e4ch, abends nach 18 Uhr&#8230;). Egal, das Ticket war irgendwann da. Und es konnte nach K\u00f6ln gehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_687\" style=\"width: 172px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-687\" class=\"size-medium wp-image-687\" title=\"Deep Purple K\u00f6ln 1987\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1988_00596-162x300.jpg\" alt=\"Deep Purple K\u00f6ln 1987\" width=\"162\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1988_00596-162x300.jpg 162w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1988_00596-554x1024.jpg 554w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1988_00596.jpg 646w\" sizes=\"auto, (max-width: 162px) 100vw, 162px\" \/><p id=\"caption-attachment-687\" class=\"wp-caption-text\">Deep Purple K\u00f6ln 1987<\/p><\/div>\n<p>Ohne Plan f\u00fcr die \u00dcbernachtung blieben wir &#8211; ein Studienfreund und ich &#8211; nach dem Konzert noch vor der Halle stehen. Und wurden &#8211; weit nach Mitternacht &#8211; mit <em>Small Talk<\/em> und Autogrammen belohnt! Ian Gillan, Roger Glover und Jord Lord haben sich bei dieser Gelegenheit auf meinem Ticket verewigt (das ich f\u00fcr den obigen Scan zum ersten Mal seit Jahrzehnten aus seinem Bilderrahmen geholt habe!). Da das Parkhaus der Veranstaltungshalle \u00fcber Nacht schloss, fuhren wir noch auf den n\u00e4chstgelegenen Autobahnparkplatz, um dort im Auto zu \u00fcbernachten&#8230;<\/p>\n<p>Bald nach dieser Tour kam der alte Streit in der Band wieder hoch, er endete damit, dass Ian Gillan durch Joe Lynn Turner, einem alten Kumpel Blackmores aus Rainbow-Zeiten, als S\u00e4nger ersetzt wurde. Die dabei entstandene Platte <em>Slaves and Masters<\/em> war ebenso wie der dazugeh\u00f6rende Liveauftritt (mit <em>Burn<\/em> als Opener, einer Nummer, die zu Gillan-Zeiten nicht gespielt werden konnte, weil sie aus Coverdale-Zeiten stammt &#8211; es solle niemand behaupten, dass die Bandgeschichte von Deep Purple einfach zu durchschauen ist!) nicht schlecht, aber Deep Purple ohne Gillan, da fehlte irgendetwas.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis hatten wohl auch andere. Mit <em>The Battle Rages On&#8230;<\/em> ist die alte, d.h. die legend\u00e4re <em>Mark 2<\/em>-Besetzung wieder zusammen. Was folgt, ist eine Tour mit H\u00f6hen und Tiefen. Ich hatte das Gl\u00fcck bei einem Mega-Hoch dabei zu sein, dem Purple-Auftritt im September 1993 in der Stuttgarter Schleyerhalle.<\/p>\n<div id=\"attachment_689\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-689\" class=\"size-medium wp-image-689\" title=\"Deep Purple Stuttgart 1993\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1993_00240-300x203.jpg\" alt=\"Deep Purple Stuttgart 1993\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1993_00240-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_1993_00240.jpg 854w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-689\" class=\"wp-caption-text\">Deep Purple Stuttgart 1993<\/p><\/div>\n<p>Nicht nur meiner Meinung nach ist dies eines der besten Konzerte der <em>Mark 2<\/em>-Formation \u00fcberhaupt. Und gl\u00fccklicherweise durch CD-Ver\u00f6ffentlichungen (<em>Live in Stuttgart 1993<\/em> bzw. <em>Live Across Europe 1993<\/em>) f\u00fcr die Nachwelt erhalten.<\/p>\n<p><em>Live Across Europe 1993<\/em> enth\u00e4lt neben dem Stuttgart-Konzert auch ein sp\u00e4teres Konzert derselben Tour aus Birmingham. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und die sich im Birmingham-Mitschnitt andeutende Nacht manifestiert sich schon bald. Ritchie Blackmore verl\u00e4sst noch w\u00e4hrend der <em>Battle Rages On<\/em>-Tour die Band (und wird auch nie wieder zur\u00fcckkehren).<\/p>\n<p>Joe Satriani hat als Purple-Gitarrist nur ein kurzes Intermezzo. Keine Studioplatte entsteht mit ihm. Es bleibt bei Live-Auftritten. Richtig neues Leben kommt erst mit Steve Morse als Gitarristen in die Band. Neue Platten entstehen, unz\u00e4hlige Touren werden absolviert.<\/p>\n<p>Zwei Konzerte sind mir aus der Steve Morse-\u00c4ra in besonderer Erinnerung geblieben.<\/p>\n<p>Zum einen der Auftritt Deep Purples gemeinsam mit dem Romanian Philharmonic Orchestra (und weiteren G\u00e4sten) in der M\u00fcnchner Olympiahalle im Herbst 2000, mit der Wiederauff\u00fchrung des <em>Concerto For Group And Orchestra<\/em> aus dem Jahr 1969 . Wie sich erst im Nachhinein herausstellen sollte, war die <em>Concerto<\/em>-Tour auch schon fast der Abschied Jon Lords von Deep Purple. Er bildete zusammen mit Ian Paice <em>die<\/em> Konstante in der Besetzungsgesichte der Band. Sie waren immer dabei. Jetzt war aber f\u00fcr Lord Schluss, nicht im Streit wie bei Blackmore, er wollte vielmehr eigenen Projekten au\u00dferhalb der Band mehr Zeit widmen. Ersetzt wurde er durch Don Airey, einem in der Rockszene sehr bekannten und gesch\u00e4tztem Keyboarder (laut Wikipedia wirkte er an mehr als 200 Alben mit!).<\/p>\n<p>Zum anderen das Konzert in einem Innenhof des Klosters Benediktbeuern im Sommer 2008. Nicht nur das \u00e4u\u00dfere Ambiente war besonders, vielmehr war es der zweite Gitarrist bei <em>Smoke on the Water<\/em>: Notker Wolf, seines Zeichens der Abtprimas der benediktinischen Konf\u00f6deration.<\/p>\n<p>Die anderen Deep Purple-Konzerte stehen den genannten nicht nach, jedes einzelne brachte einen unvergesslichen Abend mit sich. Entt\u00e4uscht war ich nie! Vielleicht fehlte mal der eine oder andere Song, den man gerne geh\u00f6rt h\u00e4tte&#8230; <em>Woman from Tokyo<\/em> oder <em>Speed King<\/em> beispielsweise &#8211; und zu <em>Child in Time<\/em> komme ich ja noch&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_690\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-690\" class=\"size-medium wp-image-690\" title=\"Deep Purple M\u00fcnchen 2010\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02206-300x122.jpg\" alt=\"Deep Purple M\u00fcnchen 2010\" width=\"300\" height=\"122\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02206-300x122.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02206-1024x417.jpg 1024w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02206.jpg 1194w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-690\" class=\"wp-caption-text\">Deep Purple M\u00fcnchen 2010<\/p><\/div>\n<p>Jetzt war also Deep Purple-Konzert Nummer 19 an der Reihe, wiedermal in der M\u00fcnchner Olympiahalle. Damit bin ich wieder ganz am Anfang dieses Berichtes. Die Sache mit Roger und dem Bass&#8230;<\/p>\n<p>Aber noch nicht ganz am Ende. Denn an diesem steht <em>Child in Time<\/em>. Wie es der Zufall so wollte, spielte an einem Wochenende im November 2010 nicht nur Deep Purple, sondern auch <strong>Jon Lord<\/strong> live in M\u00fcnchen. Die Auftrittsorte konnten dabei unterschiedlicher nicht sein, da die Olympiahalle, hier die Philharmonie im Gasteig.<\/p>\n<p>Angek\u00fcndigt wird der Abend als &#8222;<a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/welt\/musik\/whitesnake_gillan_lord\/73446201\/\">Jon Lord in Classic<\/a>&#8222;. Allein auf der B\u00fchne ist Jon allerdings nicht, er wird vom Deutschen Filmorchester Babelsberg unter Leitung von Scott Lawton, der Band Demon&#8217;s Eye sowie den beiden S\u00e4ngern Steve Balsamo und Kasia Laska begleitet. Diese Besetzung ist nicht nur ein Versprechen, sie \u00fcbertrifft alles, was ich von dem Abend erwartet hatte.<\/p>\n<div id=\"attachment_691\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-691\" class=\"size-medium wp-image-691\" title=\"Jon Lord M\u00fcnchen 2010\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02207-300x126.jpg\" alt=\"Jon Lord M\u00fcnchen 2010\" width=\"300\" height=\"126\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02207-300x126.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02207-1024x432.jpg 1024w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/D_2010_02207.jpg 1129w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-691\" class=\"wp-caption-text\">Jon Lord M\u00fcnchen 2010<\/p><\/div>\n<p>Mit den Worten &#8222;<em>It&#8217;s always the guitarist<\/em>&#8220; &#8211; der Konzertauftakt durch den Demon&#8217;s Eye-Gitarristen stockte &#8211; hatte Jon die Lacher auf seiner Seite (wer sollte dabei nicht an den alten \u00c4rger mit Blackmore denken). Was folgte war die komplette Auff\u00fchrung des oben schon erw\u00e4hnten <em>Concertos<\/em>. Im Gegensatz zu meinem ersten Live-Erlebnis nun auch noch in passender Umgebung! In der zweiten Konzerth\u00e4lfte ging es mit dem <em>Machine Head<\/em>-Klassiker <em>Pictures of Home<\/em> weiter. Im Anschluss die H\u00f6hepunkte aus Lords umfangreichen Soloschaffen (auch wenn ich nicht gerade der Klassik-Fan schlechthin bin, <em>Pictured Within<\/em> oder <em>Sarabande<\/em> finde ich wundersch\u00f6n).<\/p>\n<p>Als ich dachte, dass der Abend mit <em>Soldier of Fortune<\/em> (aus dem Purple-Album <em>Stormbringer<\/em>) seinen H\u00f6hepunkt erreicht h\u00e4tte, kamen drei (!) T\u00f6ne aus Jon Lords Hammond-Orgel, die mir fast die Tr\u00e4nen in die Augen trieben. Der Anfang von <em>Child in Time<\/em>. Was ein magischer Moment! Deep Purple selbst spielen die Nummer schon seit Jahren &#8211; wohl aus stimmlichen Gr\u00fcnden &#8211; nicht mehr. Meine Begeisterung in den n\u00e4chsten zehn Minuten kannte keine Grenzen mehr.<\/p>\n<p>Long Live Rock &#8217;n&#8216; Roll!<\/p>\n<p>P.S.1: Sommer 2012. Auch mit Jon Lord wird es <em>Child in Time<\/em> live nicht mehr geben. Jon verstarb im Alter von 71 Jahren.<\/p>\n<p>P.S.2: Jahresbeginn 2013. Deep Purple k\u00fcndigen ein neues Studio-Album an. Und weitere Konzerte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erkenntnisse eines Wochenendes im November 2010: Roger Glover kann Bass spielen. Child in Time ist und bleibt einer der gr\u00f6\u00dften Rock-Songs aller Zeiten &#8211; auch (oder vielleicht gerade), wenn es in einer klassischen Konzerthalle gespielt wird. 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