{"id":472,"date":"2010-08-19T21:57:24","date_gmt":"2010-08-19T19:57:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/?p=472"},"modified":"2014-07-31T10:24:26","modified_gmt":"2014-07-31T08:24:26","slug":"nationalparks-fast-ohne-ende-der-sudwesten-der-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/allgemein\/nationalparks-fast-ohne-ende-der-sudwesten-der-usa\/","title":{"rendered":"Nationalparks fast ohne Ende &#8211; der S\u00fcdwesten der USA"},"content":{"rendered":"<p>Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre &#8211; die Zeit meines Physikstudiums in Stuttgart &#8211; war eine Hoch-Zeit f\u00fcr Diavortr\u00e4ge. Zumindest kommt mir das im R\u00fcckblick so vor. Und ein Thema war damals ganz gro\u00df, der S\u00fcdwesten der USA mit seinen grandiosen Landschaften. Diese Region rutsche in meiner Reisepriorit\u00e4tenliste weit nach oben.<\/p>\n<p>Zwei ganze Jahrzehnte sollten vergehen bis ich mir dieses Wunschziel erf\u00fcllen sollte. Im April 2010 war es dann so weit. Die Entscheidung fiel aber schon im Herbst davor. Eine News-Mail der Mark-Knopfler-Webseite enthielt die Konzertdaten seiner <em>Get Lucky<\/em>-Tour f\u00fcr Nordamerika. Unter anderem auch ein Konzert in Phoenix am 18. April. Ohne mir allzu viel Gedanken zu machen &#8211; ich hatte aufgrund eines Siegs des FC Bayerns in der Champions League eh gute Laune an diesem Abend &#8211; kaufte ich mir ein Ticket f\u00fcr das besagte Konzert. Man glaubt ja manchmal gar nicht, wie schnell so was in Zeiten des Internets gehen kann.<\/p>\n<p>Ein gr\u00f6\u00dferes Problem blieb aber noch, ich musste zu dem Konzert auch hinkommen. Nicht ohne Grund hatte ich ja gerade Phoenix ausgew\u00e4hlt. Phoenix liegt im S\u00fcdwesten der USA! Und nach etwas Hin- und Hersuchen fand ich die idealen Fl\u00fcge: Hinflug nonstop von M\u00fcnchen nach San Francisco, zur\u00fcck mit Zwischenstopp in Charlotte ab Phoenix. Dass ich diesen R\u00fcckflug aus Versehen fast f\u00fcr den 18. April, d.h. f\u00fcr den Tag des Konzerts, gebucht h\u00e4tte, erw\u00e4hne ich jetzt nur mal am Rande.<\/p>\n<p>San Francisco International Airport. Nach fast 12 wortlosen Stunden steht mein Sitznachbar genauso wortlos auf. Die Entscheidung &#8211; trotz der beengten Verh\u00e4ltnisse &#8211; einen Fensterplatz zu reservieren, hatte sich aber als richtig erwiesen. Ich wurde mit einem sensationellen Ausblick auf die <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/welt\/luft\/groenland\/groenland_045798.html\" target=\"_self\">Eislandschaften Gr\u00f6nlands<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/welt\/luft\/kanada\/kanada_045823.html\" target=\"_self\">kanadischen Rocky Mountains<\/a> belohnt. Der Blick aus dem Flugzeug in San Francisco war allerdings weniger sensationell: Tiefes Grau und str\u00f6mender Regen. Dabei war dies genau der Grund, die Reise hier beginnen zu lassen. 2006, bei meinem ersten Besuch in San Francisco, hatte ich schon dieses Wetter. Und ich wollte die Stadt doch einmal bei sch\u00f6nem Wetter sehen.<\/p>\n<p>Die Zollkontrolle war l\u00e4nglich, aber eher unterhaltsam als nervig. Allein reisend (ich denke, wenn ich Teddy und Teddine als meine Mitreisenden vorgestellt h\u00e4tte, w\u00e4re meine Lage nicht besser geworden&#8230;), syrisches Visum im Pass, nur 70 Dollar Bargeld. Da scheint f\u00fcr den Einreisebeamten Gespr\u00e4chsbedarf zu bestehen. Aber meine Pakete an Filmmaterial scheinen mich als Touri glaubw\u00fcrdig zu machen.<\/p>\n<p>Mit dem Wetter hatte ich auch Gl\u00fcck. Der Morgen nach meiner Ankunft bot strahlendes Fr\u00fchlingswetter! Golden Gate Bridge, Golden Gate Park, Downtown, die Piers, Coit Tower, &#8230; Mein zweiter Besuch in <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/sanfrancisco2\/sanfrancisco2_045852.html\" target=\"_self\">San Francisco<\/a> war ein voller Erfolg. Und nicht nur das Wetter war mir wohlgesinnt. Mein in der Hektik eines Buswechsels heruntergefallener Geldbeutel wird von einem Busmitfahrer sofort entdeckt. Das w\u00e4re richtig beschissen gewesen, gleich am ersten Tag der Reise ohne Geld, ohne Ausweise und ohne Kreditkarten dazustehen.\u00a0 Am n\u00e4chsten Tag machte mir dann das Wetter einen &#8211; wenn auch kleinen &#8211; Strich durch die Rechnung. Auf meinem Weg ins Death Valley wollte ich die Strecke \u00fcber Lake Tahoe nehmen. Schwere Schneef\u00e4lle in der Sierra Nevada lie\u00dfen das aber nicht zu. So fuhr ich auf s\u00fcdlicher Route dort hin. Die <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/kalifornien2\/kalifornien2_030536.html\" target=\"_self\">Pazifikk\u00fcste<\/a> sowie die Nationalparks <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/kalifornien1\/kalifornien1_030710.html\" target=\"_self\">Yosemite<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/kalifornien1\/kalifornien1_030721.html\" target=\"_self\">Kings Canyon<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/kalifornien1\/kalifornien1_030743.html\" target=\"_self\">Sequoia<\/a> lie\u00df ich aus, da ich diese schon 2006 bereist hatte.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/kalifornien4\/kalifornien4_045994.html\" target=\"_self\">Death Valley Nationalpark<\/a> war weit abwechslungsreicher als ich mir vorgestellt hatte. Von Sandd\u00fcnen \u00fcber farbige Felsformationen bis zum schneewei\u00dfen Badwater-Gebiet. Auch die Hitze war &#8211; obwohl gerade mal Anfang April &#8211; durchaus nicht ohne. Am fr\u00fchen Nachmittag ging es weiter in Richtung Osten. Es ist beeindruckend wenn man irgendwann die Berge herunterf\u00e4hrt und Las Vegas mitten in der W\u00fcste entdeckt.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den sonst \u00fcblichen Motels entscheide ich mich in Las Vegas f\u00fcr ein Hotel, dem Palace Station. Mein Zimmer ist so abgelegen, dass man es ohne die ausgeh\u00e4ngten Pl\u00e4ne nie finden w\u00fcrde. Das Fenster bietet einen Ausblick direkt auf eine einen Meter entfernte Hauswand. Als &#8222;Ausgleich&#8220; brummt die K\u00fchlung eines Getr\u00e4nkeautomaten im Hintergrund. Und der Duschkopf l\u00e4\u00dft darauf schlie\u00dfen, dass der durchschnittliche Nutzer des Zimmers 2 K\u00f6pfe kleiner ist als ich. Mit einem Shuttle-Bus gehts zum <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/nevada\/nevada_046004.html\" target=\"_self\">Las Vegas Strip<\/a>. Es ist Samstagabend und es ist die H\u00f6lle los. Trotz schon leicht m\u00fcder Knochen laufe ich den Strip einmal hoch und einmal runter. Die Geldmaschinen sehen allerdings keinen Cent von mir.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ein kurzer Stopp am <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/nevada\/nevada_046008.html\" target=\"_self\">Hoover Dam<\/a>, der den Colorado River zum riesigen Lake Mead aufstaut, dann weiter in Richtung Grand Canyon. Meine Idee dort den Sonnenuntergang zu erleben, l\u00f6st sich auf der Interstate 40 kurz vor Williams im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf. Ein Reifen an meinem Mietwagen platzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_489\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-489\" class=\"size-medium wp-image-489\" title=\"Koreanischer Plattfu\u00df\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan96526-300x195.jpg\" alt=\"Koreanischer Plattfu\u00df\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan96526-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan96526.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-489\" class=\"wp-caption-text\">Koreanischer Plattfu\u00df<\/p><\/div>\n<p>Ich rufe die Mietwagenfirma an. Ich solle warten, sp\u00e4testens in einer Stunde w\u00fcrde jemand vorbeikommen. Als nach zwei Stunden niemand da ist, rufe ich wieder an. Den abendlichen Grand Canyon habe ich inzwischen gestrichen. Nach vier Stunden habe ich die Schnauze voll. Ich wechsle das Rad selbst und fahre &#8211; inzwischen ist es dunkel geworden &#8211; nach Flagstaff. Dort wechsle ich den Mietwagen und \u00fcbernachte auch. Warum ich erst 4 Stunden warte, bis ich das Rad in ein paar Minuten selbst wechsle? Ich wei\u00df es nicht. Warum mich der angek\u00fcndigte Reparaturdienst nicht findet, obwohl ich direkt an einer viel befahrenen Interstate nur ein paar Meilen vor einem gr\u00f6\u00dferen Ort stehe? Das wei\u00df ich allerdings noch weniger.<\/p>\n<p>Den <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_grandcanyon\/arizona_grandcanyon_046881.html\" target=\"_self\">Grand Canyon<\/a> gibt es dann am n\u00e4chsten Morgen. Ich bin beeindruckt. Was mich aber aufregt: Steine von den Klippen zu werfen ist beliebt bei Jung und Alt. Den  Einwand &#8222;Da k\u00f6nnte jemand unten lang laufen&#8220; wird einfach mit dem  n\u00e4chsten Steinwurf beantwortet. Unglaublich.<\/p>\n<div id=\"attachment_490\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-490\" class=\"size-medium wp-image-490\" title=\"Sandsturm in Utah\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan96835-300x150.jpg\" alt=\"Sandsturm in Utah\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan96835-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan96835.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-490\" class=\"wp-caption-text\">Sandsturm in Utah<\/p><\/div>\n<p>Die Weiterfahrt ist von starken Winden gepr\u00e4gt. In baumlosen Gegenden fegt ein regelrechter Sandsturm \u00fcber die trockene Landschaft. Beim Stopp am <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_norden\/arizona_norden_046891.html\" target=\"_self\">Horseshoe Bend<\/a>, einer wundersch\u00f6nen Schleife, die der Colorado dort gebildet hat, bleibe ich sicherheitshalber doch recht weit von der Kante weg. Gleich mehrere H\u00f6hepunkte bietet der n\u00e4chste Tag, morgens der <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_norden\/arizona_norden_046893.html\" target=\"_self\">Lower Antelope Canyon<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_norden\/arizona_norden_046892.html\" target=\"_self\">Glen Canyon Dam mit dem Lake Powell<\/a>, abends der <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/utah_zion\/utah_zion_046122.html\" target=\"_self\">Zion Nationalpark<\/a>. Aus fotografischen Gr\u00fcnden versuche ich die Hauptsehensw\u00fcrdigkeiten immer fr\u00fch morgens oder sp\u00e4t abends anzusteuern.<\/p>\n<p>Mit dem Zion Nationalpark bin ich in Utah angekommen, schon mein vierter Bundesstaat nach Kalifornien, Nevada und Arizona in den wenigen Tagen. Das von den Mormonen gepr\u00e4gte Utah bietet eine F\u00fclle an Natursehensw\u00fcrdigkeiten. Nicht nur die Nationalparks Zion, <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/utah_brycecanyon\/utah_brycecanyon_046133.html\" target=\"_self\">Bryce Canyon<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/utah_capitolreef\/utah_capitolreef_046145.html\" target=\"_self\">Capitol Reef<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/utah_canyonlands\/utah_canyonlands_046160.html\" target=\"_self\">Canyonlands<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/utah_arches\/utah_arches_046173.html\" target=\"_self\">Arches<\/a> sind alle schon eine Reise wert, auch die Landschaften dazwischen sind wundersch\u00f6n. Und nahezu menschenleer. Selten mal ein kleiner Ort. Einer dieser Orte ist Escalante. Es ist schon Nachmittag und ich habe Hunger. Ich stoppe an einer Tankstelle mit einem Subway.<\/p>\n<div id=\"attachment_491\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-491\" class=\"size-medium wp-image-491\" title=\"Die FC Bayern-Tankstelle mit Subway\" src=\"http:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan97531-300x161.jpg\" alt=\"Die FC Bayern-Tankstelle mit Subway\" width=\"300\" height=\"161\" srcset=\"https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan97531-300x161.jpg 300w, https:\/\/www.erde-in-bildern.de\/reiseblog\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/scan97531.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-491\" class=\"wp-caption-text\">Die FC Bayern-Tankstelle mit Subway<\/p><\/div>\n<p>Tags\u00fcber habe ich normalerweise das Handy aus, man hat eh keinen Empfang. Jetzt schalte ich es aber ein. Und ich bekomme die Nachricht, dass der FC Bayern (trotz der 3:2-Niederlage bei Manchester United) im Halbfinale der Champions League steht. Ich h\u00fcpfe innerlich. In weiser Voraussicht hatte ich mir schon im Herbst 2009 Flugtickets f\u00fcr Madrid an Pfingsten 2010 gekauft. Und am Pfingstsamstag ist das Champions League-Endspiel in&#8230; Genau! In Madrid. Und die Bayern stehen nur noch zwei Spiele davor.<\/p>\n<p>Die unbewohnten Gebiete bieten nicht nur keinen Handy-Empfang, es gibt auch keinen Radio-Empfang. In Kalifornien gab es st\u00e4ndig Classic Rock-Radiostationen, hier gibt es nur Rauschen. CDs habe ich keine dabei. Die L\u00f6sung findet sich aber in Form eines kleinen Kabels, mit dem ich meinen MP3-Spieler mit dem Autoradio verbinden kann.<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/colorado\/colorado_046452.html\" target=\"_self\">Colorado National Monument<\/a> bietet noch einmal eine \u00e4hnliche Landschaft und insbesondere die roten Farbt\u00f6nen der Nationalparks von Utah. Danach treten neue Formen und Farben in den Vordergrund. Schwarz im <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/colorado\/colorado_046455.html\" target=\"_self\">Black Canyon of the Gunnison<\/a> (wer h\u00e4tte es bei dem Namen schon erwartet?), wei\u00df vom noch reichlich vorhandenen Schnee in den <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/colorado\/colorado_046460.html\" target=\"_self\">Rocky Mountains<\/a>, gelb und grau in den Sandd\u00fcnen der <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/colorado\/colorado_046468.html\" target=\"_self\">Great Sand Dunes<\/a>. Und wieder &#8211; dieses Mal richtig blendendes &#8211; Wei\u00df im <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/newmexico\/newmexico_046579.html\" target=\"_self\">White Sands National Monument<\/a>, schon in New Mexico gelegen. Ansonsten ist New Mexico eher langweilig, die Altst\u00e4dte von <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/newmexico\/newmexico_046574.html\" target=\"_self\">Taos<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/newmexico\/newmexico_046572.html\" target=\"_self\">Albuquerque<\/a> verdienen &#8211; wenn man europ\u00e4ische Altst\u00e4dte kennt &#8211; ihren Namen nicht.<\/p>\n<p>White Sands ist nicht nur durch ihre D\u00fcnen bekannt, auch ist der Ort unmittelbar mit dem <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/newmexico\/newmexico_046576.html\" target=\"_self\">Z\u00fcnden der ersten Atombombe<\/a> und der amerikanischen Raketenentwicklung verbunden. Der Besuch der Raketenausstellung auf der White Sands Missile Range bleibt nicht das einzige Technik-Highlight dieser Reise. Mit dem <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046863.html\" target=\"_self\">Titan Missile Museum<\/a> in Sahuarita, dem Pima Air &amp; Space Museum in Tucson, dem <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046852.html\" target=\"_self\">Kitt Peak National Observatory<\/a> und mit <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046875.html\" target=\"_self\">Biosphere 2<\/a> n\u00f6rdlich von Tucson kommen weitere Technik-Sehensw\u00fcrdigkeiten hinzu. Daneben bleibt aber auch Zeit f\u00fcr das ganz im S\u00fcden Arizonas gelegene <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046854.html\" target=\"_self\">Chiricahua National Monument<\/a>, die Westernstadt <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046859.html\" target=\"_self\">Tombstone<\/a> (ber\u00fchmt durch die Schie\u00dferei der Earp-Br\u00fcder und Doc Holliday) und den zweigeteilten <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046867.html\" target=\"_self\">Saguaro Nationalpark<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/nordamerika\/usa\/arizona_sueden\/arizona_sueden_046879.html\" target=\"_self\">Phoenix<\/a> hatte ich schon ganz am Anfang erw\u00e4hnt, es bildete den Abschluss dieser \u00fcber 4000 Meilen langen,  dreiw\u00f6chigen Reise durch den S\u00fcdwesten der USA. Von deutlichen Minusgraden im Bryce Canyon Nationalpark bis hochsommerlichem Wetter im in der W\u00fcste gelegenen Phoenix gab es ein breites Temperaturspektrum. Bis auf wenige Ausnahmen war es aber immer sonnig.<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.juergen-reichmann.de\/welt\/musik\/direstraits\/direstraits_73424502.html\" target=\"_self\">Mark Knopfler-Konzert<\/a>, das den kulturellen H\u00f6hepunkt der Tour bildete, war sehr gut, die alten Dire Straits-Nummern reissen mich noch immer vom Hocker, aber auch die meist langsameren Solost\u00fccke sind live gespielt gro\u00dfartig. Die Band war gut drauf, der Meister selbst sehr gespr\u00e4chig. Das Ambiente, eine relativ kleine Konzerthalle, in der Downtown von Phoenix sehr passend.<\/p>\n<p>Fast h\u00e4tte ich die Reise sogar noch unfreiwillig verl\u00e4ngert, da ein Vulkanausbruch auf Island den ganzen Transatlantikluftverkehr unterbrochen hatte. Mit einer gewissen Nervosit\u00e4t verfolgte ich w\u00e4hrend der letzten Tage meines Urlaubes die Entwicklung. Auch wenn es in amerikanischen Nachrichtensendungen praktisch keine Rolle spielte (was ist so ein Vulkanausbruch im Vergleich zu einer entlaufenen Katze in irgendeiner Ecke von Nebraska&#8230;), konnte ich die Nachrichten \u00fcber weltweit gestrandete Passagiere im Internet verfolgen. Ich hatte Gl\u00fcck, genau nach Plan kam ich wieder in M\u00fcnchen an. Mein Gep\u00e4ck allerdings nicht. Es brauchte einen Tag l\u00e4nger.<\/p>\n<p>Mit der schon erw\u00e4hnten Ausnahme Las Vegas habe ich auf dieser Reise immer in Motels \u00fcbernachtet, meist unterwegs gesucht, an den Wochenenden auch mal einen Tag vorher reserviert. Die Zimmer sind fast immer gro\u00df, oftmals auch riesig. Der Zimmerpreis lag meist zwischen 50 und 60 Dollar, teure Ausnahmen wie das Best Western in Line Pine (auf dem Weg ins Death Valley) mit knapp \u00fcber 100 Dollar gab es allerdings auch, Alleinreisenden-Rabatt selten. Das Fr\u00fchst\u00fcck amerikanischer Motels ist &#8211; in einem einfachen Wort gesprochen &#8211; ein Witz. Ein paar Toastscheiben, K\u00e4seecken, Kaffee aus dem Automaten. Und das alles auf Papptellern, mit Plastikgeschirr und in Plastikbechern. Mir ist es ziemlich egal, ich bin kein gro\u00dfer Fr\u00fchst\u00fccker. Warum sich die Amerikaner das aber gefallen lassen, ist mir ein R\u00e4tsel. Die einzige Erkl\u00e4rung, die mir einf\u00e4llt ist, ist die, dass sie nichts anderes gew\u00f6hnt sind.<\/p>\n<div id=\"_mcePaste\" style=\"position: absolute; left: -10000px; top: 1139px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;\">\n<h1 id=\"firstHeading\" class=\"firstHeading\">Pima Air &amp; Space Museum<\/h1>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre &#8211; die Zeit meines Physikstudiums in Stuttgart &#8211; war eine Hoch-Zeit f\u00fcr Diavortr\u00e4ge. Zumindest kommt mir das im R\u00fcckblick so vor. Und ein Thema war damals ganz gro\u00df, der S\u00fcdwesten der USA mit seinen grandiosen Landschaften. Diese Region rutsche in meiner Reisepriorit\u00e4tenliste weit nach oben. 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